Tarot
Die Karten des Tarot , über dessen Ursprung auch heute noch viele Unklarheiten bestehen, spiegeln die Entwicklung des menschlichen Seelenlebens. Vor allem die 22 Karten der großen Arkana offenbaren die Symbolik archetypischer Themen und beschreiben die jeweiligen Stationen menschlichen Lebens. Die große Arkana wird oft auch als der pulsierende Herzschlag des Tarot bezeichnet, weil aus dem gelegten Kartenbild ersichtlich ist, was bzw. wieviel im Leben des die Karten um Rat fragenden Menschen passiert.
Die restlichen 56 Karten des Tarot werden als kleine Arkana bezeichnet und entsprechen in ihrem Aufbau den heute bekannten Spielkarten. Sie bestehen aus vier Farben bzw. Symbolen, die den vier Ständen des Mittelalters, also Ritter, Landvolk, Klerus und Kaufleute, entsprechen. Schwert und Stäbe stehen zusätzlich für die männlichen, Kelche und Münzen für die weiblichen Aspekte im Seelenleben eines Menschen. Das Schwert versinnbildlich auch das Element Luft, symbolisiert den klar trennenden Verstand, den Geist und die Beweglichkeit. Die Stäbe als weiteres männliches Element repräsentieren im Tarot das Feuer, also den zündenden Funken, der allerdings immer andere braucht, um lodernd und mitreißend sein zu können. Die Kelche symbolisieren die Gefühle, Entscheidungen, das Gespür für die Athmosphäre, die im Raum herrscht, sie sind das Gefäß für das Element Wasser, das stets eine horizontale Fläche bildet und somit stellvertretend für „alles auf einer Ebene stattfindend“ steht. Die Münzen schließlich versinnbildlichen das Element Erde, das träge, aber auch zuverlässig, stabil und fruchtbar ist.
Die Bilder des Tarot offenbaren eine Weisheit, die jedem Menschen Hilfestellung in alltäglichen und besonderen Situationen bieten kann. Wichtig ist lediglich, die Wahrheiten der gelegten Bilder anzuerkennen und nicht, weil sie unbequem sind, als für einen selbst nicht zutreffend von sich zu weisen.