Hellsehen
Lebendig sind sie, detailgetreu und klar umrissen. Oder auch verschwommen, unklar, konturenlos und mit verzerrten Proportionen. So oder ähnlich kann man sich das Hellsehen vorstellen, also die Bilder, die vor dem inneren Auge eines mit dem Geschenk der Hellsicht begnadeten Menschen entstehen. Sie haben ihren Ursprung im kollektiven Unbewussten, also das zeit- und raumübergreifende Wissen, das seit Anbeginn der Zeit in jedem Menschen abgespeichert ist. So betrachtet hat ein Jeder die für das Hellsehen notwendige Basis, doch leider verkümmerte der Kanal zur geistigen Welt und somit auch der Zugang zu den als Archetypen bezeichneten Urbilder im Laufe der Jahrtausende. Glücklicherweise aber gibt es doch noch eine große Anzahl der als Medium bezeichneten Hellseher, die Nachrichten, Bilder oder Hinweise aus den stark vernachlässigten Schichten ihres Unbewussten empfangen können, dürfen und manchmal leider auch müssen...
Jedes Medium sieht in seiner individuellen Symbolik und taucht auf seine eigene Art und Weise in sein Unbewusstes ab. Beim Hellsehen ist es oft wichtig, dass die übermittelten Informationen gleich in irgendeiner Form notiert werden, damit der Hellseher bei späterem Bedarf wieder darauf zurückgreifen und sich mit aller Intensität der Deutung widmen kann. Denn diese Auszüge aus dem menschlichen Allwissen erscheinen nicht nur dann, wenn sich der Sehende beim bewussten Hellsehen auf eine bestimmte Frage konzentriert oder eine andere Person mit Hilfe seiner Hellsicht berät. Nein, sie tauchen auch oft unvermittelt und überraschend auf, und wenn sie dann gleich mit allen Aspekten notiert werden, kann später der richtige Bezug hergestellt werden. Und dieser ist natürlich wichtig, um das Geschenk der Hellsicht in aktive Lebenshilfe, wertvolle Ratschläge und Reduzierung von Kummer und Schmerz umzuwandeln.